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MFR-Zeitfunktionen

Jeder der acht Ausgangskanäle verfügt über eine eigene Logiksteuerung. Das Modul kann dadurch einfache Steuerungs- und Zeitaufgaben übernehmen, für die sonst eine SPS oder ein externes Zeitrelais erforderlich wäre. Konfigurieren Sie die Funktionen mit MFR-Setup.

Jeder Ausgang kann einem Eingang zugeordnet und mit einer eigenen Zeitfunktion konfiguriert werden.

Übersicht der Modi

Direkte Ein-/Ausgabe

Ein- / Ausgabe (Direkt)

Englische UI-Bezeichnung: Input / Output

In diesem Durchreichmodus folgt der Ausgang direkt dem Zustand des zugeordneten Eingangs.

  • Eingang High Ausgang ein
  • Eingang Low Ausgang aus

Einschaltverzögerung

Einschaltverzögerung

Englische UI-Bezeichnung: Switching-on delay

Der Ausgang schaltet erst ein, wenn das Eingangssignal für die konfigurierte Zeit t1 ununterbrochen aktiv war.

  • Zweck: Filtert kurze Impulse am Eingang.
  • Ablauf: Wird der Eingang vor Ablauf von t1 inaktiv, bleibt der Ausgang aus. Nach Ablauf von t1 schaltet der Ausgang ein und beim Deaktivieren des Eingangs sofort wieder aus.

Ausschaltverzögerung

Ausschaltverzögerung

Englische UI-Bezeichnung: Switching-off delay

Der Ausgang schaltet mit dem Eingang ein und bleibt nach dem Deaktivieren des Eingangs für die konfigurierte Zeit t1 aktiv.

  • Zweck: Nachlaufsteuerung, beispielsweise für einen Lüfter.
  • Ablauf: Eingang High Ausgang sofort ein. Eingang Low t1 abwarten Ausgang aus.

Wischimpuls (Einschaltend)

Wischimpuls (Einschaltend)

Englische UI-Bezeichnung: Switching on wipe pulse

Erzeugt beim Wechsel des Eingangs von Low nach High (steigende Flanke) einen Impuls der Länge t1.

  • Verhalten: Der Ausgang schaltet nach t1 aus, auch wenn der Eingang weiterhin aktiv ist.
  • Auslöser: Ausschließlich der Wechsel von Low nach High.

Wischimpuls (Ausschaltend)

Wischimpuls (Ausschaltend)

Englische UI-Bezeichnung: Switching off wipe pulse

Erzeugt beim Wechsel des Eingangs von High nach Low (fallende Flanke) einen Impuls der Länge t1.

  • Typische Anwendung: Auslösen einer Aktion beim Loslassen eines Tasters.
  • Wichtig: Die Spannungsversorgung des Moduls muss während der gesamten Zeit t1 erhalten bleiben.

Taktgeber (Puls / Pause)

Taktgeber (Puls / Pause)

Englische UI-Bezeichnung: Clock Pulse / Pause

Der Ausgang taktet, solange der Eingang aktiv ist. Konfigurieren Sie zwei Zeiten:

  • t1: Einschaltdauer
  • t2: Ausschaltdauer

Taktgeber (Puls / Periode)

Taktgeber (Puls / Periode)

Englische UI-Bezeichnung: Clock Pulse / Cycle

In diesem Modus wird anstelle der Ausschaltdauer die Gesamtperiodendauer definiert.

  • t1: Einschaltdauer
  • t2: Gesamtdauer der Periode (Einschaltdauer + Ausschaltdauer)
  • Beispiel: Ein 100-ms-Impuls bei einer Periodendauer von 1.000 ms entspricht einem Tastgrad von 10 %.

Fernwirkmodus (RTU)

Englische UI-Bezeichnung: Remote Terminal Unit

In diesem Modus ist die Zeitlogik deaktiviert. Die Signale werden stattdessen über Ethernet oder RS-232 gespiegelt: Ein Eingang an Modul A steuert den entsprechenden Ausgang an Modul B.

  • Verbindung: Verbinden Sie die Module je nach Schnittstelle über ein Netzwerk, ein direktes Ethernet-Crossover-Kabel oder ein RS-232-Nullmodemkabel.
  • Restart Interlock (Sicherheitsfunktion): Die Module tauschen alle fünf Sekunden ein Lebenszeichen aus. Bleibt es aus, beispielsweise wegen eines Kabelbruchs, fallen alle Ausgänge in den ausgeschalteten Zustand zurück.

Zeitbereiche

Die verfügbaren Bereiche bieten unterschiedliche Zeitauflösungen. Die Zeitbasis bildet ein interner 8-MHz-Quarzoszillator.

BereichEinstellbereichAuflösung (Schritte)
Millisekunden1002000 ms100 ms
Sekunden1120 s1 s
Minuten1120 min1 min
Stunden1100 h1 h

Hinweis zur Konfiguration

Das Modul speichert alle Zeitwerte und Modi im EEPROM und behält sie auch ohne Spannungsversorgung bei.